Ferro

Ich kann mich noch genau an den Geruch von Ferro erinnern den er hatte, als wir ihn im Tierheim abholten. Wir hatten ihn zwar schon oft besucht, aber an diesem Tag hatte er irgendwie einen speziellen Geruch.
Doch ich erinnere mich noch mindestens genau so gut an das Gefühl, als Ferro plötzlich nicht mehr da war. Denn lange blieb er nicht bei uns. Als wir in Polen sechs Monate später in den Osterferien waren, verschwand er eines Tages und wir sahen ihn nie wieder.

Zuerst dauerte es Jahre, bis ich endlich meinen ersehnten Hund bekam. Auf jedem Wunschzettel zu Weihnachten stand es und immer wieder kam dieses Thema auf. Als meine Eltern dann endlich einverstanden waren, verging auch noch eine ganze Zeit, in der wir von Tierheim zu Tierheim gingen um den richtigen Hund für uns zu finden. Und dann hatten wir ihn gefunden, ich nannte ihn Ferro. Er wurde in Italien an einer Strasse gefunden und in die Schweiz in ein Tierheim gebracht.
Wir wissen nicht wie sein Leben vor uns war, sicherlich nicht leicht, denn es war für ihn nicht einfach sich hier einzuleben. Man konnte ihn nicht von der Leine lassen, da er dann erst nach einer Weile wieder nach Hause kam. Er klaute alles was irgendwie essbar war (das macht Danja zwar auch) und er kam mit anderen Hunden überhaupt nicht aus. Ich ging mit ihm in die Hundeschule und da wurde es auch besser, aber ein halbes Jahr  reichte eben nicht für ihn.

Zuerst war ich mir gar nicht sicher, ob ich irgendwann wieder einen Hund haben möchte, da ich der Meinung war es gäbe keinen Besseren als Ferro.
Doch als wir dann Danja’s Zuchtstätte besuchten, war der Wunsch wieder da. Dann nach ein oder zwei Jahren kam dann endlich Danja zu uns. Zum Glück. Auch wenn Ferro mein erster Hund war und ich ihn niemals vergessen werde.

Ferro